Nachkriegszeit, Bewährtes und NeuesNach Kriegsende wurde die Stadt von polnischen Truppen besetzt, ab sofort galten die Gesetze der Alliierten. In Wilhelmshaven verblieben nur wenige Männer vom Brandschutzdienst, sowie einige Helfer der Luftschutzpolizei, die ihre Existenz verloren hatten und vor dem Nichts standen.Major Spohn wurde durch die Militärpolizei seines Amtes enthoben, die Feuerschutzpolizei als solche aufgelöst. Hauptmann Flachsbart wurde mit der Weiterführung der Feuerwehr beauftragt, zu seinen Vertretern Leutnant Strowig und Leutnant Dämmrich bestimmt. Auf Befehl der Alliierten mussten die bisher grünen Uniformen in Blau eingefärbt, Schulterstücke gegen Streifendienstgradabzeichen ausgetauscht werden. Der Stahlhelm bekam auf Anordnung einen roten Anstrich mit der Beschriftung "Fire Service". Kraftstoff wurde der Feuerwehr Kanisterweise zugeteilt, die Blaulichter der Fahrzeuge mussten gegen rotes Licht ausgetauscht werden. Letztlich durfte nichts an das "Dritte Reich" erinnern. Das Wachgebäude, die Dietrich-Eckert-Schule, war überwiegend zerstört, die Fenster vernagelt, kleine Flächen mit Drahtglas notdürftig abgedichtet. Es gab nur zwei Waschbecken auf dem Flur und eine Toilette. Bei Bedarf musste man im Notfall die Latrine auf dem Hof neben den Trümmern der Turnhalle aufsuchen. Jeder Raum, in dem die Männer wohnten, hatte einen Kanonenofen, dessen Rohr durch ein Fenster ins Freie führte. Die Küche war vom zerbombten Treppenhaus abgekleidet. Gekocht wurde im Waschkessel. Die Fahrzeughalle an der jetzigen Mozartstraße, in dem sich im Obergeschoss die Büros befanden, hatte den Krieg, abgesehen von einem Bombentreffer vor der Halle, relativ gut überstanden. Zerstört war aber zum Teil der so genannte "graue Esel", in denen sich die Unterkünfte der Führungskräfte befunden hatten. Fahrzeuge und Geräte aus dem Bestand des Luftschutzes standen in genügender Zahl zur Verfügung. Alle Fahrzeuge und Geräte, die im Stadtgebiet in Splitterbunkern untergestellt gewesen waren, wurden auf dem Hof der Feuerwache zusammengezogen. Wilhelmshaven war zum überwiegenden Teil zerstört, das Leben bescheiden. Gleichwohl erforderte der sich verringernde Personalbestand Überlegungen in Richtung Neueinstellungen. Für die Fehlstellen bei der Berufsfeuerwehr wurden die ersten Bewerber ohne große Prüfung ganz unbürokratisch eingestellt. Man war froh, dass sich Männer bereit erklärten, für einen Hungerlohn den Dienst in der Feuerwehr aufzunehmen. Die Neueingestellten erhielten eine monatliche Entschädigung von 160 RM - der Wert einer Schachtel Zigaretten auf dem Schwarzmarkt. Am 4. 9. 1945 beschloss der Exekutivausschuss der Stadt auf Anordnung der Militärregierung nach dem Kontrollratsgesetz offiziell die Neueinrichtung und den Wiederaufbau einer Berufsfeuerwehr sowie Gründungen von freiwilligen Feuerwehren. Der in der Zwischenzeit aus Danzig zurückgekehrte Major der Feuerschutzpolizei Dipl.-Ing. Meyer zu Köcker erhielt am gleichen Tag den Auftrag, den Brandschutzdienst in der Stadt neu zu organisieren und die freiwillige Feuerwehr wieder ins Leben zu rufen. Er wurde gleichzeitig als Brandrat mit der Führung der Berufsfeuerwehr beauftragt. Nach einer am 4. 12. 1945 erfolgten Besichtigung der neu aufgestellten Berufsfeuerwehr durch den Inspekteur des Feuerlöschwesens im Auftrag der Alliierten forderte dieser einen 59-Mann-Plan, den er bei der Militärregierung in Hannover vertreten wollte. Die Militärregierung jedoch forderte eine Sollstärke von 67 Mann, nach Überprüfung durch den zuständigen "Safety -Officer" Capt. Eddy sogar 76 Feuerwehrmänner. Auf Einwendungen der Stadtvertretung mit Hinweis auf ihre Finanzschwäche, wurde die Personalstärke dann aber doch auf 59 Mann festgelegt. Durch die eigene Küche der Feuerwehr versuchte man, für die Wachgänger ein Mittagessen sicherzustellen. Nach langen Verhandlungen gelang es, dass den Feuerwehrmännern eine Zusatzlebensmittelkarte für Schwerarbeiter zugestanden wurde. Organisieren und Tausch war alles; Maisbrot, Pferdebohnen und Rüböl waren Delikatessen. Nicht nur der Mensch litt Hunger, sondern auch die Tiere. Natürlich auch die Pferde, die den Krieg überlebt hatten und als Zugtiere ihre Wagen durch die Stadt zogen. Diese Pferde waren so geschwächt, dass sie, wenn sie ausrutschten und zu liegen kamen, sich mit eigener Kraft nicht wieder aufrichten konnten. In einem solchen Fall wurde die Feuerwehr gerufen, die mit einem Pferdehebekommando ausrückte. Es wurde ein so genannter Dreibock, der aus eisernen Rohren bestand, über dem Pferd aufgestellt, und dann wurde das Pferd, nachdem ihm breite Gurte angelegt waren, mit einem Kettenzug aufgehoben und auf die Beine gestellt. Zur damaligen Zeit wurde die Feuerwehr fast täglich zu diesen Aktionen gerufen. Mit der Währungsreform endeten diese Einsätze schlagartig: Das Auto verdrängte das Pferd. 1946 wurde im Hauptausschuss der Stadt beschlossen, von den noch im Dienst befindlichen 78 Feuerwehrmännern der Werftfeuerwehr, die aufgelöst werden sollte, einige in den städtischen Dienst zu übernehmen. Die Militärregierung stimmte unter der Voraussetzung zu, dass eine politisch einwandfreie Vergangenheit und eine demokratische Gesinnung nachgewiesen werden konnte. Es wurde 17 Werftfeuerwehrangehörigen eine Übernahme angeboten. Im Mai 1946 traten sie ihren Dienst an und füllten die Lücken bei der Berufsfeuerwehr.Fernmeldeanlagen 1940 - 1950Als die Berufsfeuerwehr 1940 ins Leben gerufen wurde, waren außer einigen Alarmweckern in den Wohnungen der freiwilligen Feuerwehrmänner keine Fernmeldeanlagen vorhanden. Feuermelder im Stadtgebiet an fiskalischen Gebäuden waren Einrichtungen der Werftfeuerwehr, die mit Ausbruch des Krieges stillgelegt wurden. Mit Einrichtung der Berufsfeuerwehr lief aber eine Planung des Majors Meyer zu Köcker, das Stadtgebiet für die Einrichtung von Feuermeldern zu verkabeln. Grundlage der Planung war der vorgesehene Bau zweier Feuerwachen, eine im Bereich Ebkeriege/Bundesstraße als Hauptwache und eine im Norden der Stadt als Nebenwache. Es wurde umgehend im Zusammenhang mit dem Straßenneubau in Fedderwardergroden mit der Verkabelung begonnen. Eine 4-Schleifen-Feuermeldeanlage wurde bei der Firma Siemens bestellt und wurde 1942 auch ausgeliefert. Sie wurde über die Kriegsjahre ausgelagert und nach dem Krieg vom Hersteller bei der Lieferung einer modernen Anlage in Zahlung genommen. Mit Ausbruch des Krieges übernahm die Polizei die Fernmeldehoheit auch für die Feuerschutzpolizei. Einrichtungen wie Zentralen, Vermittlungen und Fernsprechleitungen wurden nach verteidigungstaktischen Notwendigkeiten eingerichtet und betrieben. Bei Kriegsende waren nahezu keine Fernmeldeanlagen außer einer Telefonnebenstellenanlage mit einer Handvermittlung vorhanden. Die Besatzungsmacht bewilligte zunächst nur den Betrieb von 2 Amtsleitungen und später eine Verbindung zum Rathaus und zur Polizei.Zur Koordinierung der Einsätze mit der noch bestehenden Werftfeuerwehr wurde zwischen den Wachen eine ZB -Leitung betrieben. Die Fernmeldezentrale der Berufsfeuerwehr war der damaligen Zeit entsprechend ein Provisorium: Über Kurbelinduktor mit Rasselwecker erfolgte die interne Alarmierung, ein notdürftig installiertes Alarmlicht wurde von Hand eingeschaltet. Im Einsatz musste der Melder zu Fuß, teilweise auch mit dem Fahrrad, seine Rückmeldung abgeben.Der Aufbau nach 1948 Mit großen Erwartungen begann man das Jahr 1948. Das Leben in der Stadt hatte sich inzwischen weitgehend normalisiert. Auch die Feuerwehrmänner mussten sich der Entnazifizierung stellen. Einige frühere Berufssoldaten, die bei der Berufsfeuerwehr Dienst taten, wurden aus ihren Ämtern entfernt.Was gestern noch Traum war, wurde ab 20. 6. 1948 Wirklichkeit: Die Währungsreform war da und mit ihr wurde plötzlich der Bedarf für ein menschliches Dasein präsentiert. Auch für die Feuerwehr sollte sich durch die neue DM vieles ändern. Forderungen auf Ausstattung, Unterbringung und Fahrzeugbeschaffungen wurden erhoben. Einige Monate nach der Währungsreform wurden dann auch die ersten neuen Uniformen und Ausrüstungen angeboten. Es dauerte aber noch mehrere Jahre, bis die Feuerwehr größeren Nutzen aus der neuen DM-Zeit ziehen konnte.Ab 1948 standen auch wieder Baumaterialien für die notwendige Instandsetzung der Unterkünfte bereit. Unter starkem persönlichen Einsatz der Männer wurden die Baumaßnahmen in Angriff genommen. Für einzelne bis dahin auf dem Hof unter freiem Himmel stehenden Fahrzeuge wurde eine Halle geplant, die hierfür notwendigen Mauersteine beschaffte man aus den Trümmern der zerbombten Schule. Das "Steine putzen" hatte zur damaligen Zeit sogar Vorrang vor dem Übungsdienst. Als erste Neubaumaßnahme wurde eine "imposante Halle" auf dem Hof der Feuerwehr errichtet. Da die Deckenstürze zu niedrig geraten waren konnte man leider Großfahrzeuge nicht unterstellen, Türen und der Fußboden wurden nachträglich eingebaut. Das Einsatzgeschehen wurde zur damaligen Zeit von den primitiven Zuständen bestimmt. Da alles, was Wärme abgab, verbrannt wurde, waren Schornsteinbrände an der Tagesordnung. Durch die Vielzahl von Baracken und deren fehlerhafte Heiz- und Beleuchtungsanlagen kam es öfter zu Barackenbränden. Bei den Abbrucharbeiten und dem Schleifen der militärischen Einrichtungen entstanden durch leichtfertige Brennarbeiten viele schnell um sich greifende Schadenfeuer.1950 beschloss der Rat der Stadt auf Antrag der Feuerwehr die Beschaffung eines Tanklöschfahrzeuges. Das Fahrzeug, das für einen Trupp Platz bot, hatte einen 2.400 Liter Tank und eine Schnellangriffs-Einrichtung. Es wurde 1951 im Beisein des Dezernenten in Dienst gestellt. Leider stellte sich bei Einsatzfahrten heraus, dass die Motorleistung nicht den Erfordernissen entsprach. Hieraus entsprang dann der Spitzname für das Fahrzeug "Die Oma" (nach einem Umbau wurde das TLF noch bis 1980 bei der Freiwilligen Feuerwehr benutzt). Bewährtes und NeuesBeständigkeit in einer mit personellen und technisch Veränderungen konfrontierten sozialen Großeinrichtung wie einer Berufsfeuerwehr lässt sich durch konstante Größen wie gemeinsame Ziele, einheitliche Wertorientierung oder Pflege anerkannter Traditionen erreichen. Bei der Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven - wie bei allen anderen Wehren auch - existiert ein immer gleicher Ablauf aus Bereitschaft, Übungen und Einsatz. Das Ziel ist immer retten, bergen, schützen und löschen.In mehr als fünfzig Jahren ständiger Einsatzbereitschaft sind naturgemäß so genannte Großeinsätze herausragende Ereignisse, von denen lange berichtet werden kann und die bei allen Beteiligten die Zusammengehörigkeit stärken. Die Art der Einsätze hat sich gewandelt, z.B. steht einer abnehmenden Zahl von Löscheinsätzen eine stete Zunahme an Rettungs- und Notarztfahrten insbesondere im Straßenverkehr gegenüber.Dennoch dominieren in den Chroniken Einsätze bei Großbränden: Im Juni 1963 Brand bei der Kartonagenfabrik Gerdes, zwei Feuerwehrmänner werden verletzt. Während im Fernsehen die Übertragung eines Fußballspiels zu sehen ist wird im September 1965 ein Brand in der Holzhandlung Takenberg gemeldet, der Sach- und Gebäudeschaden wird auf rund 350.000,-- DM geschätzt. Die Nacht vom 21. auf den 22. August 1978 hatte es mit drei Großeinsätzen besonders in sich. Um kurz vor zwei Uhr nachts brannte ein Bauernhof, kaum zwanzig Minuten später wurde ein Feuer in einem derzeit nicht besetzten Stellwerk gemeldet. Schließlich um vier Uhr die Alarmierung zu einer Sanitärgroßhandlung, hier brannten zwei Lagerhallen in voller Ausdehnung. Nach zahlreichen weiteren Feuern mit erheblichen Sachschäden konnte als Verantwortlicher ein Brandstifter ermittelt werden. Nur Dank des helfenden Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehren konnte im November 1983 ein Großbrand im Holzlager eines Hobelwerkes unter Kontrolle gebracht werden. Eingesetzt wurden dabei 232 Feuerwehrleute, 18 B-Rohre, 20 C-Rohre sowie 4 Wasserwerfer, verletzt wurden vier Feuerwehrmänner, der Schaden betrug mehrere Millionen Mark.Unmittelbar nach dem Krieg half die Feuerwehr bei den Sprengungen der Luftschutzeinrichtungen; sie füllte die Bunker mit Wasser, um Schäden der Detonationen gering zu halten. Die Orkanböen im Februar 1967 bescherten der Feuerwehr 62 Einsätze, die Sicherung von Dächern oder die Beseitigung von Trümmern und Bäumen waren Einsatzschwerpunkte. In der Hafenstadt Wilhelmshaven, mehrseitig von Wasser umgeben, sind die Einsätze bei Sturmfluten oder Hochwasser, ist die Taucherausbildung oder der Wasser-Rettungsdienst durchaus üblich. Kurios dagegen die Befreiung eines Seemannes aus einem Bullauge; bei einem Brand auf seinem Schiff hatte der Mann versucht, sich durch das Bullauge zu retten, war aber steckengeblieben. Nicht unbedingt typisch für den Einsatz der Feuerwehr ist aber auch die Rettung von Pferden, z.B. 1971 aus einem Graben.Einher mit dem Wandel bei den Aufgaben ändert sich die eingesetzte Technik, insbesondere die Ausrüstung mit Sonder- oder Spezialfahrzeugen wird kontinuierlich den steigenden Anforderungen angepasst. Bereits 1954 wurde ein eigener Kranwagen beschafft, der allerdings umfangreiche Muskelkraft des eingesetzten Personals erforderte. Als Kran- und Hebeleistungen von Privatunternehmen erbracht werden konnten und der TÜV erhebliche technische Nachbesserungen forderte, wurde der Kran ausgemustert. Nur bedingt wurde er durch ein universelles Bergungsfahrzeug ersetzt, welches über eine Hebeeinrichtung verfügte. Dieses Fahrzeug konnte zudem als Wasserwerfer verwendet werden.Rüstwagen sind seit jeher fester Bestandteil der Feuerwehrausrüstung. Die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven hat zu den auf dem Markt angebotenen Fahrzeugen stets ein eigenes Konzept hinsichtlich Bestückung mit technischem Hilfsgerät erarbeitet. So wurde 1974 das bereits in der Wirtschaft eingesetzte Wechselaufbau-System mit den Aufbauten Schüttgut, Technisches Hilfsgerät und Rüstmaterial, Schlauchmittel, Schlauch sowie Technische Einsatzleitung eingeführt. Für die Wechselaufbauten standen zwei Fahrzeuge zur Verfügung, die auch mit einer WA-Ladefläche bestückt werden konnten. Unverzichtbar erscheint vor dem Hintergrund der in Wilhelmshaven angesiedelten chemischen und petrochemischen Industrie der Einsatz von Atemschutz- und Schaumlöschfahrzeugen. Das 1981 erworbene Atemschutzfahrzeug mit seiner in Staukästen untergebrachten Sonderausrüstung und Schutzbekleidung für die verschiedensten Spezialeinsätze kann als Vorläufer der mittlerweile genormten Gefahrgutfahrzeuge angesehen werden.Was ist schließlich eine Feuerwehr ohne Drehleiter? Sie ist nach wie vor die Attraktion unter den Einsatzfahrzeugen, immer wieder steht sie im Mittelpunkt bei Ausstellungen oder Präsentationen. Die erste Drehleiter, beschafft 1936, wurde 1978 von einer der damals modernsten Leiterbühnen LB 30 ersetzt. Ständig wurde die technische Perfektion und Sicherheit der Drehleitern voran getrieben, was zur Beschaffung von zwei DLK 23/12 führte. Ein Exemplar kostete 1997 gut eine Million Mark. Dafür ist die Einsatzbandbreite erheblich, selbst für ein Kamerateam zur Aufzeichnung einer Unterhaltungssendung wurde die Drehleiter zum Arbeitsplatz.Der Berufsfeuerwehr obliegt in zunehmendem Maß der Einsatz mit Rettungsfahrzeugen bei Unfällen aller Art. Seit 1984 wurde zudem die Trennung in Krankentransport und Rettungsdienst eingeleitet, was bedeutet, private Hilfsorganisationen übernehmen große Anteile an den Krankentransporten und der Rettungsdienst wird durch die hauptamtlichen Retter sichergestellt. Dabei hat sich in fast zwanzig Jahren das so genannte Rendezvous-System aus Rettungs- und Notarztfahrzeug bewährt, gelegentlich ergänzt um den schnellen Transport mit dem Hubschrauber in Spezialkliniken. Auch auf diesem Gebiet hat sich die Ausstattung der Fahrzeuge erheblich gewandelt, Standard sind heute Reanimationsgerätschaften modernster Technik. Willkommene Abwechslung in den skizzierten, gleichbleibenden Tagesablauf bringen Betriebssport, Jubiläen oder Präsentationen von Mensch und Material. Über viele Jahre war Faustball die Dienstsportart, die mit vielen anderen Wehren auf Turnieren oder mit Vereinen ausgeübt wurde. Mittlerweile werden während der Wachschichten auch Präventionsmaßnahmen gegen Haltungs- oder Rückenschäden angeboten. Daneben ist im Wachgebäude ein Sport- und Fitnessraum eingerichtet.Zu runden Geburtstagen oder Tagen der offenen Tür wird der Bevölkerung der Stand der Ausbildung und Ausrüstung verdeutlicht. Insbesondere bei den jungen Gästen finden dabei Schaumteppiche oder Sprungretter lebhaften Anklang. Aber auch dem steuerzahlenden Bürger wird ersichtlich, dass sich die Investitionen in moderne Fahrzeuge oder computergestützte Fortbildung rentieren. Eine Rendite im betriebs- oder volkswirtschaftlichen Sinn lässt sich daraus zwar nicht errechnen, aber wer wollte die Frage nach dem Wert eines geretteten Menschenlebens beantworten?Rundum Wasser - Schiffsbrandbekämpfung